Bei Silikonöl handelt es sich um ein kleines 3-in-1 Wunder für die Latexpflege.
Zunächst sollte noch einmal gesagt werden, dass ausschließlich Silikon(!)-Öl verwendet werden sollte, sowie Produkte auf Silikonbasis.
Speiseöle, Fette, Babyöl etc. hat auf Latexkleidung nichts zu suchen und schadet dieser.

oben mit Puderschicht, in der Mitte gesäubert, unten mit Silikonöl behandelt

Silikonöl gibt es in verschiedenen Formen bzw. ist es sehr hautverträglich. Am gebräuchlichsten sind „Glanzsprays“ und „Anziehhilfe-Öle“, wie auch Waschzusätze, die es in diversen Erotikshops oder online zu kaufen gibt
All diese bestehen fast ausschließlich aus Silikonöl und einigen Zusätzen, wodurch natürlich auch reines Silikonöl verwendet werden kann. Der Bezug der reinen Form ist jedoch etwas schwieriger, auch wenn die enthaltene Menge deutlich größer ist als bei den kleinen Fläschchen aus den Shops. Dringend abzuraten ist von Glanzmitteln für die Autopflege (ja, die Versuche gibt es immer wieder). Zwar handelt es sich auch dort um Gummipflegemittel, die Inhaltsstoffe sind allerdings nicht für den Kontakt mit der Haut geeignet!

 

Ein guter Anlaufpunkt ist die Apotheke des Vertrauens, in der man Silikonöl in größeren Packungen bestellen kann. Wird man nach dem Grund der Bestellung gefragt, kann man gerne die Pflege von Gummimatten etc. anbringen. Möchte man die Mitarbeiter jedoch erröten lassen, kann natürlich auch gesagt werden worum es geht 😉
Die Viskosität gibt dabei die Fließfähigkeit an. Je höher diese ist, desto dickflüssiger ist das Silikonöl. Für Shootings und somit auch jeden anderen Anwendungsbereich hat sich eine Viskosität von 100-400 bewährt.

Ist der Aufwand zu groß oder Vertraut man den gewohnten Glanzmitteln aus dem Erotikshop mehr, können natürlich auch diese verwendet werden. Flaschen mit normalem Schraubverschluss sind denen mit Zerstäuber vorzuziehen.

Anwendungsbereiche
Der gleichmäßige Glanz erzielt wunderbare Reflexionen

I) Nach der Reinigung von Latexkleidung kann diese (neben Puder) ebenso mit Silikonöl behandelt werden. Auch hier wirkt das Fluid als Trennschicht und verhindert ein Zusammenkleben. Zusätzlich pflegt Silikonöl das Material. Entsprechend können Latexteile auch mit einem dünnen Film aus Silikonöl aufbewahrt werden. Hierzu etwas Öl auf einen fusselfreien Lappen oder direkt in die Hände geben und alle Flächen damit benetzen.

II) Beim Anziehen von Latex kann die Anwendung hilfreich sein um die Reibung zwischen Haut und Latex zu minimieren. Die typischen Öle als „Anziehhilfe“ haben exakt diese Wirkung, auch wenn man sich an das Gefühl in „nasse“ Kleidung zu schlüpfen erst gewöhnen muss.

III) Die wichtigste, vor allem aber auch sichtbarste Funktion ist die temporäre Oberflächenveredelung. Latexkleidung kommt erst dann richtig zur Geltung, wenn es auf Hochglanz gebracht wurde. Mit Puder behandeltes Latex wirkt zunächst sehr stumpf, mit Silikonöl werden die Stücke jedoch sofort wieder zum glänzen gebracht und entfalten ihre Wirkung.

 

Beim Auftragen ist von Sprays abzuraten, da sich der Nebel schnell auf dem Boden verteilt und so spiegelglatt wird. Vor allem bei Shootings kann es zu Unfällen kommen, wenn die Damen auf schwindelerregend hohen Schuhen durch das Studio schreiten und ausrutschen.

 

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