Die Unterlage muss den Druck des Rollschneiders aushalten, ohne zu stark nachzugeben. Auf der anderen Seite führen zu harte Unterlagen zu hohen Abnutzungserscheinungen der Klinge. Ein Dilemma 😉 . Hier einige Erfahrungswerte bzw. Empfehlungen zu Schneidunterlagen:

 

Glasplatte

Der Schnitt geht sehr gut von der Hand und erzeugt einen recht optimistischen Klang (auf Glastischen). Das Schnittergebnis ist sehr gut, die Abnutzung der Klinge jedoch ebenso hoch. Für kleinere Schnitte oder feinste Korrekturen gibt es kaum etwas Besseres. Bei regulären Schneidearbeiten ist jedoch davon abzuraten, da auch die Glasoberfläche leidet.

 

Steinplatte

Die Eigenschaften bzw. Vor- und Nachteile sind mit der einer Glasplatte zu vergleichen. Natürlich ist eine Steinplatte (wenn man eine entsprechend große Schnittfläche haben möchte) um einiges schwerere und somit nicht wirklich transportabel.

 

Ein weißer Regalboden
Regalböden aus dem Baumarkt

Ein echter Low-Budget-Insidertipp sind die (meist weißen) Standardregalböden aus dem Baumarkt. Das einfache Pressholz ist mit einer sehr stabilen Außenhaut versehen, die zwar hart ist, der Klinge aber nicht stark zusetzt. Die Platten sind in diversen Größen verfügbar, recht leicht bzw. bei der Lagerung robust und sehr günstig.

 

Holzbrett

Die größten Nachteile normaler Holzbretter (die Rede ist von Kiefer/Fichte, etc.) ist, dass diese zu klein und auf jeden Fall zu weich sind. Bei einem Schnitt drückt man das Material in die Furche die sich durch die Klinge bildet und schneidet so sehr unsauber oder gar nicht.

 

Scheideunterlage aus dem Bastelbedarf

Wie der Name bereits verrät sind dieser Untergrund vortrefflich zum Schneiden geeignet. Zwei kleine Dämpfer gibt es jedoch: zum einen sind die Unterlagen beim Bastelhändler um die Ecke nicht sonderlich groß, vor allem aber sehr teuer.
Dennoch ist zu überlegen sich eine solche Matte zuzulegen, da die selbstheilende Eigenschaft des Untergrundes dazu führt, dass man über Jahre hinweg mit der gleichen Matte arbeiten kann und sich die Kosten somit relativieren.
Wenn das Geld verfügbar ist, wird man hiermit wohl am Besten beraten sein.

 

Plastik-Fußbodenschutz (zweckentfremdet)

Wer gerne beim schwedischen Möbelhaus vorbei schaut, kann gerne einen Abstecher in die Büroabteilung machen. Dort werden transparente Teppichschonerunterlagen für Bürostühle angeboten. Die ca. 1,20m x 1,00m großen Platten haben eine gute Größe, sind vergleichsweise günstig und bieten einen guten Kompromiss aus hartem – aber klingenschonendem Untergrund.
Etwas nachteilig ist, dass die Plaste mit der Zeit durch die Schnitte ausfranst, wodurch die Oberfläche hin und wieder mit einer scharfen Klinge geglättet werden sollte.

 

Trotz harter Unterlage ist auf Kratzer zu achten
Küchenarbeitsplatten

Wie schon im Abschnitt der Arbeitsunterlagen genannt, können die sehr günstigen Platten auch für Schneidearbeiten verwendet werden. Im Gegensatz zur Verwendung als Ablagefläche, sollte bei den Schnitten auf die Struktur geachtet werden. Die meisten Arbeitsplatten haben ganz feine Riefen bzw. eine leicht raue Oberfläche. Darauf zu schneiden macht wenig Freude, da es immer wieder passiert, dass kleinste Latexverbindungen nicht sauber durchschnitten werden.
Bei Arbeitsplatten mit glatten Oberflächen besteht diese Gefahr jedoch nicht. Zu bedenken ist, dass der Untergrund noch etwas härter als der von Regalböden ist und somit die Klinge schnell stumpf wird.

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