Um ein Verkleben zweier Latexoberflächen zu verhindern, gibt es die nachfolgenden Möglichkeiten: Die eine besteht darin Silkonöl zu verwenden, die andere sehr gebräuchliche Variante ist der Einsatz von Puder oder Talkum. Beide Stoffe sind sich zwar sehr ähnlich, aber nicht identisch. Talkum ist die reinere Form des Trennmittels und wird als Grundlage für z.B. Babypuder verwendet.
Warum also den Umweg über das Puder für den Nachwuchs statt reines Talkum zu nutzen?

Der Unterschied zwischen Puder links und Silikonöl rechts

Der erste Grund ist die Handhabbarkeit. Babypuder gibt es in sehr handlichen, leicht verschließbaren Plastikflaschen die problemlos in jede Tasche passen ohne diese zu verschmutzen. Auch die Dosierbarkeit ist deutlich besser als bei Talkum-Großpackungen. Weiterhin wird dem Babypuder eine leichte (recht angenehme) Duftnote hinzugefügt, die jedoch nie aufdringlich sein sollte, wodurch die Latexsachen auch für Einsteiger „vertraut“ riechen und nicht nur den reinen Latexgeruch entfalten. Auch alte Hasen greifen, aufgrund der zahlreichen Vorteile,  jedoch ebenso gerne zum Puder.

Warum aber wird das trockene Pulver bei der Latexpflege eingesetzt? Der Grund ist einfach: der feine weiße Nebel setzt sich auf der Oberfläche des Materials ab und bildet eine Trennschicht. So eingepuderte Kleidung kann „trocken“ verwahrt – und für den Transport notfalls auch zusammengelegt werden. Aufeinanderliegende Latexflächen können nicht mehr verkleben, wobei die Eigenschaften von „Talkum“ ein Kratzen auf der Oberfläche verhindern. Zusätzlich bindet das Puder Restfeuchtigkeit, was besonders nach der Reinigung von Latexkleidung sehr vorteilhaft ist.

Bei der Art des Puders sollte auf eine möglichst einfache Zusammensetzung geachtet werden. Trennmittel mit Parfümzusatz sollte vermieden werden, da Latex stark fremde Gerüche aufnimmt. Zu Empfehlen ist ganz einfaches, aber hochwertiges Babypuder – oder reines Talkum. Sind doch Duftstoffe enthalten, ist zumindest die „sensitiv“ Variante zu wählen.
Beim Auftrag sollte nicht gespart, es aber auch nicht übertrieben werden. Dazu kann sowohl die bloße Hand, als auch ein sehr weiches, nicht fusselndes Tuch verwendet werden. Im Anschluss ist immer zu kontrollieren ob auch alle Stellen (besonders komplizierter Teile mit überlappenden Schichten, Falten oder Rüschen) mit Puder benetzt sind.

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