Der Klassiker mit dem die meisten Latexneulinge anfangen zu experimentieren. Für einen ersten Versuch ist Latexmilch zu empfehlen, da die Verarbeitung zwar etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, der Kleber selbst jedoch auch kleine Fehler verzeiht und für jede gängige Stärke geeignet ist.

weiß-gelbliche Latexmilch

Eigenschaften

– weiß/leicht gelblich
– etwas zähflüssig (vergleichbar mit dünner Farbe)
– riecht nach Ammoniak
– bildet bei Kontakt mit Umgebungsluft (Verdunstung des Ammoniak) innerhalb weniger Minuten ein dünnes Häutchen (Materialrückstände!)

 

Handhabung / Lagerung

Latexmilch wird meist in länglichen Flaschen mit vergleichsweise großer Öffnung geliefert, die für die Arbeit mit Latex jedoch weniger geeignet sind. Es ist zu empfehlen die Vorratsflasche an einem dunklen, kühlen Ort aufzubewahren und lediglich Verarbeitungsmengen in eine Falsche mit kleiner Öffnung umzufüllen. Bewährt haben sich kleine Apotheker-/Globolifläschchen.

Je kleiner die Verdunstungsfläche, desto länger lässt sich frustfrei mit der Latexmilch arbeiten. Dennoch ist darauf zu achten die Flasche nach jeder Klebebahn wieder zu verschließen und eventuell Rückstände vor der nächsten Verwendung zu entfernen.
Bei der Materialaufnahme ist Kreativität gefragt. Die Arbeit mit einem Pinsel geht zunächst gut von der Hand, jedoch verkleben die Borsten unweigerlich und sind auch mit Verdünnung kaum zu reinigen.

 

Verarbeitung

Gute Erfahrungen konnten mit Wattestäbchen/Q-Tips gemacht werden. Zwar fusseln diese nach 3-4 Materialaufträgen, sind jedoch sehr günstig und können somit schnell entsorgt werden. Auch ist die Größe des Stäbchenkopfes sehr gut geeignet um in die kleinen Öffnungen der Apothekerfläschchen zu gelangen.

Zunächst wird die Oberfläche der beiden Klebestellen sorgfältig gereinigt. Im Anschluss kann mit dem Q-Tip etwas Latexmilch aufgenommen und ein dünner Film zügig auf die beiden Klebestellen aufgetragen werden. Die nun noch weiße Milch muss (je nach Dicke des Auftrages) wenige Minuten trocknen, wobei es sich vielmehr um die Verflüchtigung des Ammoniak handelt.
Sind die Oberflächen fast transparent und kleben bei einer vorsichtigen Berührung mit dem (sauberen) Finger nicht an diesem, können beide Teile aufeinandergelegt und anschließend mit einem geeigneten Werkzeug oder dem Handballen kurz, aber stark gepresst werden.

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