Latex ist ein naturnaher Stoff und wird in der Industrie vor allem in zwei Unterschiedlichen Formen für Bekleidung angeboten: zum einen als „getauchtes Material“ und zum anderen als Meterware.

 

Die Kanten sind sehr starr und porös, die Oberfläche meist matt
Getauchtes Latex

Wie der Name schon sagt, werden Latexsachen dieser Kategorie hergestellt, indem eine Form mehrfach in flüssiges Latex getaucht wird bis die gewünschte Stärke erreicht ist. Das Vorgehen kann mit dem „Kerzenziehen“ verglichen werden. Die Oberflächenqualität, als auch Belastbarkeit des Latex ist dabei sehr unterschiedlich, wodurch es schnell zu Rissen kommt.

Beim Ausgangsmaterial werden selten Qualitäten erreicht, wie man sie bspw. von den englischen Markenherstellern erwarten kann. Sowohl der Geruch ist mitunter recht beißend, als auch die Materialbeschaffenheit unverhältnismäßig dehnbar bzw. vergleichsweise matt.
Vor allem im Einsteigerbereich sind diese Stücke oft anzutreffen, da sie zwar nicht hochwertig, dafür aber vor allem sehr günstig sind. Meist sind nur ein bis zwei Stärken verfügbar, und diese auch nur in der Farbe schwarz. Entsprechend ist die Auswahl stark eingeschränkt. Kauft man in den gängigen Erotikshops ein, sieht man in den Auslagen fast ausschließlich dieses Material.

Selbstverständlich gibt es auch gute Qualitäten, aber die sind meist die Ausnahme. In manchen Situationen kommt man jedoch nicht drum herum. Gerade bei Handschuhen oder Strümpfen aus Latex ist es schwer diese aus Meterware zu fertigen. Getauchte Ware ist in diesen Fällen die einzige vertretbare Preis-Leistungs-Option.

 

 

 

 

Meterware

Im Gegensatz zu getauchtem Latex sind die Varianten bei Meterware weitaus größer. Wie der Name sagt, ist das Material meist in 1x10m langen Bahnen erhältlich, die in jeder handelsüblichen Stärke erworben werden können. Auch die Farbauswahl ist sehr reichhaltig. Neben den Vollfarben sind auch transparente Töne, Farben mit Metallschimmer oder Strukturlatex erhältlich.

Meterware ist in zahlreichen Farben erhältlich

Die Herstellung der Meterware unterscheidet sich hinsichtlich des Fertigungsprozesses dahin, dass das Flüssiglatex in diesem Verfahren auf eine ebene Fläche aufgetragen – und anschließend fest wird. Aufgrund der planen Fläche ist die Materialstärke sehr einheitlich. Die größten europäischen Hersteller von Meterware in sehr guter Qualität sind 4D Rubber bzw. Radical Rubber aus England. Ebenso zu nennen ist RubBear aus Russland, die Material mit verschiedenen Strukturen anbieten, wobei dies sicher nicht für Latexdesigner geeignet ist die ihre ersten Gehversuche in der Herstellung wagen.

Sehr beliebt sind die Standardfarben schwarz & rot, die oft in der Latexszene zu sehen sind. Zwar ist ein „nahtloses“ Outfit immer ein gewünschter Look, jedoch sollte man dabei nicht vergessen auch Akzente zu setzen. Gerade wer sich in dunklen Clubs tummelt und gerne gesehen wird, sollte mit farblichen Varianten arbeiten um Applikationen besser sichtbar zu machen. Neben den beiden Hauptfarben kann eine weitere hinzugenommen werden, wobei ein paar dm² weiß immer von Vorteil sind. Der farbliche Unterschied zu rot und schwarz bietet sehr interessante Möglichkeiten, wodurch man gerade am Anfang mit der Kombination aus etwas weißem Latex, sowie einigen Metern rot&schwarz bereits sehr kreativ werden kann.

 

halbtransparentes Latex

 

Als Naturmaterial hat auch die Fertigung von Latex ihre Grenzen, wobei vor allem helle Farben sehr anfällig für Verfärbungen sind. Von Grund auf ist „weißes“ Latex nicht wirklich schneeweiß, sondern hat eher einen zarten Elfenbeinton. Liegt die Farbe bei der Aufbewahrung auf dunklen Stücken auf oder kommt über längere Zeit mit Metallen in Berührung, können sich sehr unschöne Flecken bilden, wodurch damit besonders achtsam umgegangen werden sollte.

Interessante Kombinationen lassen sich ebenso mit den halbtransparenten Farben erreichen. Besonders aus der Klinik-Fetischszene ist die natur-transparente Farbe vielen geläufig, wobei der Ton eher gelblich erscheint. Einen „military-look“ kann man mit dem halbtransparenten Grünton erzielen, „niedlich“ wird es mit dem „transluzent pinken“ Latex.
Für ein geheimnisvolles aussehen, aber auch dunkle Kombinationen bei denen sich der Körper nur erahnen lässt, kann man durchaus auf „transparent smokyblack“ – oder anders gesagt: „rauchgrau“ zurückgreifen.

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