Ohne Latex kein Latexoutfit, aber woher bekommt man es und welche Stärke sollte es haben?
Es gibt diverse Bezugsquellen, wobei man bei dieser Anleitung von einem ersten „Test“ ausgeht, wodurch es kaum lohnen wird 20m Meterware aus England importieren zu lassen.

 

Meterware mit bis zu 20m aus England

Variante 1: „Reste-Verkäufe“ anderer Latexdesigner
Dabei handelt es sich um großzügige Abfallstücke aus der Herstellung (ich frage mich immer wieder warum man so verschwenderisch damit umgeht…) die man als „bunte Kiste“ beziehen kann. Die in „kg“ angegebenen Mengen sind ein zusammengestelltes Konglomerat aus diversen Farben und Stärken. Um erste Erfahrungen mit Latex zu sammeln ist es sicher eine Alternative, ob man aus den „Abfällen“ jedoch ein zusammenhängendes Tanktop herausbekommt ist eher fraglich. Für einen Slip kann es genügen.

Variante 2: Händler auf ebay, Amazon und Co.
Die Dort angebotene Meterware ist meist importiertes Material namhafter Hersteller und wird in kleinen (wenn auch etwas teureren) Stückzahlen weiterverkauft. So sind auch Abnahmemengen ab 1m möglich. Wer wissen möchte woher das Latex kommt, kann das mit einer kurzen Recherche schnell ergründen. Sind Produktbilder vorhanden, kann man diese mit den Herstellerseiten von RadicalRubber oder 4D-Rubber vergleichen. Gibt es deutliche Ähnlichkeiten, handelt es sich meist um genau diese (sehr gute) Qualität.
Sind auf den Bildern Damen aus dem asiatischen Raum zu sehen, sollte man die Finger davon lassen. China-Latex ist zwar günstig, allerdings von meist schlechter Qualität. Egal? Nicht wirklich! Mitunter lassen sich diese Produkte aus Fernost kaum kleben und können durch die Inhaltsstoffe Allergien auslösen. Sicher kann einem das immer passieren, aus Erfahrung gibt es jedoch bessere Bezugsquellen als „Fernost“.

Varainte 3: Flüssiglatex kaufen und selbst gießen
Es mag verführerisch klingen nicht nur die Latexmode, sondern auch das Latex selbst „herzustellen“, jedoch ist dieses Verfahren eher etwas für große Shops. Sicher lassen sich so Regenbogenmuster usw. kreieren, die Qualität wird jedoch nie an Meterware von namhaften Herstellern herankommen. Zeit, Aufwand und Geld sind es einfach nicht wert, wodurch man davon ablassen sollte.

Varainte 4: „Do-It-Yourself“(DIY)-Latexkits von diversen Herstellern oder Shops
Enthalten ist etwas Latex, meist eine Anleitung, Kleber, ggf. ein Rollmesser und andere Kleinigkeiten.
Für den ersten Versuch nicht schlecht, auch wenn man so einen Blumenstrauß an Einmal-Werkzeugen aufgedrückt bekommt deren Qualität meist unterirdisch ist. Wenn die Freundin oder Freund das Interesse an der Latexschneiderei entdeckt hat, ist es sicher ein prima Geburtstagsgeschenk. Wenn man vor hat haltbare Stücke herzustellen und die Werkzeuge mehrfach zu gebrauchen, ist es nicht sonderlich empfehlenswert.

 

Nachfolgend eine Aufstellung der Grundausstattung diverser Werkzeuge
Eine etwas detailliertere Ausführung ist nochmals unter der Werkzeugbeschreibung zu finden.

– Eine saubere Arbeitsplatte
– Latexreste / Meterware bzw. was verfügbar ist
– Schneidunterlage
– Rollmesser
– Kleber (zunächst eine Tube Vulkanisationslösung aus einem Reifenflick-Set)
– Brennspiritus aus dem Baumarkt
– etwas Klarsichtfolie
– Abschminkpads zum säubern der Oberfläche
– Gel-Kugelschreiber
– Bleistift & Radiergummi
– eine Nagelschere (optional)
– Papier (wenn nicht groß genug: auch durchsichtigen Klebestreifen zum stückeln)
– Haushaltsschere
– Wattestäbchen

 

In Summe belaufen sich die Kosten auf ca. 50-70€ (je nach Ausführung). Sollte man nach den ersten Versuchen feststellen, dass Latex doch der falsche Werkstoff ist, wird einem das Geld nicht sonderlich weh tun – zumal sich einiges wiederverkaufen lässt.

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