Eines sollte man beim Anziehen von Latexkleidung nicht haben: Eile. 😉

Zur Anprobe kein Problem, beim Shooting eher hinderlich – die UnterwĂ€sche

Je ausgefallener die Latexbekleidung ist, bzw. je mehr Haut sie bedeckt, desto lÀnger dauert es sie anzuziehen. Zwar ist das Material sehr dehnbar, jedoch gibt es auch hier Grenzen.
Latexhosen und –strĂŒmpfe sollten nur StĂŒck fĂŒr StĂŒck nach oben gezogen und ggf. mit Puder oder Silkonöl die GleitfĂ€higkeit verbessert werden. Auch fĂŒr einfach gehaltene Latexmode sind durchaus 5-10 Minuten pro Teil einzuplanen um diese nicht nur vollstĂ€ndig, sondern auch faltenfrei anziehen zu können.

Anziehhilfen

Vor allem bei den Herren kann es durch fĂŒllige Brust- oder Beinbehaarung dazu kommen, dass das Anziehen (vor allem aber das Ausziehen) von Hosen oder Oberteilen zu einem schmerzhaften Akt wird. Die HĂ€archen bleiben auf dem Material kleben und werden mit herausgerissen. Wer nicht gerade seine masochistische Ader ausleben möchte, sollte beherzt zum Rasierapparat greifen.

Als Anziehhilfe sollte unbedingt auf den Einsatz von Babyöl, Gleitcreme, Pflanzenöl (jeder Art), Vaseline etc. verzichtet werden, da es nicht nur zu unschönen Erscheinungen auf der Haut kommen kann, sondern auch das Material schĂ€digt. Puder/Talkum & Silikonöl (bzw. Produkte die als „Anziehhilfe“ im Fachhandel verkauft werden) sind der einzig sinnvolle Helfer beim Ankleiden (sowie jede weitere helfende Hand).

 

UnterwÀsche

Auf WĂ€sche unter den Latexsachen sollte man aus verschiedenen GrĂŒnden verzichten. ReißverschlĂŒsse, HĂ€kchen vom BH, Knöpfchen/Steinchen und sonstige Deko kann das Material schaden und schneller als einem lieb ist zu Rissen fĂŒhren. Weiterhin zeichnet sich jedes KleidungsstĂŒck zwischen Haut und Latex auf der OberflĂ€che ab. Das mag im dunklen Club weniger auffallen, spĂ€testens aber wenn man darĂŒber streicht (soll passieren) oder aber im Gegenlicht bei einem Shooting fĂ€llt es sofort auf. Welche Wirkung bei halbtransparenter Latexkleidung in Kombination mit farbenfroher UnterwĂ€sche entsteht muss nicht weiter erlĂ€utert werden (siehe Bild).

Bei Anproben kann natĂŒrlich ein Slip oder Shorts getragen werden, wenn sich das Model dadurch wohler fĂŒhlt. Vor allem auf Laufstegen & BĂŒhnen  (die meist etwas höher gelegen sind als die FlĂ€che fĂŒr das Publikum) hat man schnell freie Sicht auf alle Zonen unterhalb der GĂŒrtellinie. FĂŒhlt sich das Model hierbei unwohl, kann auf sehr dĂŒnne, möglichst hautfarbene UnterwĂ€sche ohne Struktur zurĂŒckgegriffen werden.

 

Schmuck und scharfe GegenstÀnde

Weiterhin ist darauf zu achten Schmuck abzulegen und den Kontakt mit spitzen FingernĂ€geln zu vermeiden. Es wĂ€re nicht das erste Latexteil, dass durch diese menschlichen Klingen zerlegt wurde. Gleiches gilt fĂŒr VerschlĂŒsse wie Riemchen an den Schuhen, GĂŒrtelschnallen etc.

 

Weitere Tipps
Ein Reißverschluss erleichtert das An- und Ausziehen

Eine weitere Erleichterung kann die vorherige Chlorierung der StĂŒcke bewirken. NĂ€here Informationen dazu finden sich unter dem entsprechenden MenĂŒpunkt.Vor allem im Foto/Video Bereich sind ReißverschlĂŒsse sehr beliebt. Von Latexliebhabern nicht immer gewollt, helfen sie gerade bei schnellen Kleidungswechseln die Zeitvorgaben einzuhalten und fallen (richtig angebracht) kaum auf. Bei nichtchlorierter Latexkleidung können diese auch im Nachhinein noch eingebracht werden.

 

Safety first

Ein Augenmerk sei nochmals auf Teile gelegt die dauerhaft oder vollstÀndig die Atemwege bedecken, wie bspw. Masken, aber auch Oberteile/Tanktops etc.
Verdreht man sich unglĂŒcklich wĂ€hrend man ein solches Teil ĂŒberzieht, kann man schnell in die Situation kommen kurz keine Luft zu bekommen. Sind die Arme und HĂ€nde zusĂ€tzlich in einem wilden Knoten mit dem Oberteil gebunden, kann es mitunter auch kritisch werden.
Entsprechend sollt es möglich sein die Teile stets zu zweit anzuziehen oder zumindest eine helfende Hand in Reichweite zu haben. Auch wenn man es unbedingt vermeiden möchte, dass die Schwiegermutter etwas mitbekommt, ist es immer noch besser sich dem nachfolgenden GesprÀch zu stellen, als an der eigenen Kleidung zu ersticken!
Ist all das nicht im Bereich des machbaren, sollte man zumindest wissen wo das nÀchste scharfe Messer liegt um sich zu befreien.

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