Unscheinbar und kaum sichtbar, versteckt sich der KÄTZ-Club im Inneren von Leipzig, ganz in der Nähe des Zentrums, umrahmt von bekannten und angesagten Lokalitäten und Gebäuden der Stadt.
Am vergangenen Samstag hat sich am äußeren Erscheinungsbild kaum etwas geändert, wohl aber hinter den verhangenen und nicht einsehbaren Scheiben des Eventclubs.

SensationXVol2

Die SensentionX ist als Erotik- Fantasy- und Danceevent deutlich mehr als der Name vielleicht vermuten lässt. Der Club ist dabei nicht nur der Schmelztiegel für Liebhaber der Underground-Music, sondern vor allem der Anlaufpunk interessierter, weltoffener und hedonistisch orientierter Menschen der Subkultur, die ihrem Innersten Ich eine Bühne geben – und mit Gleichgesinnten feiern wollen.

Schon bei der Premiere der Sensation X Vol.I konnten die Veranstalter nicht nur eine Vielzahl von Gästen mit ihrem Angebot erreichen, sondern hinterließen ebenso einen positiven Eindruck, der den Andrang zur zweiten Party am 04.05. noch einmal deutlich gesteigert hat.

In einem Labyrinth aus Gängen, Gewölben, drei Bars und kleinen Räumen & Nischen, erstreckt sich der Club über zwei Etagen, wobei sich der Eingang im Erdgeschoss befindet. Nach dem unkomplizierten Check-In mit Barcode auf der Eintrittskarte, erwartet die Gäste ein Begrüßungsgetränk und natürlich bereits die ersten visuellen Eindrücke. Wer sich nicht schon in den eigenen vier Wänden in Schale geworfen hat, kann sich im Garderobenbereich umziehen, wobei der ca. 4x4m große Raum von allen genutzt werden konnte.
Da sich auf dem Event jedoch Menschen des gleichen Schlags zusammen finden, war das kein Problem und hat auch bei skurilen Outfits, Grüppchen nackter oder halbnackter Menschen die sich in ihre Plateauschuhe zwängen oder Quietschgeräuschen von hautengen Latexsachen keine Verwunderung ausgelöst.

Im angemessenen Outfit nach Dresscode ging es weiter zur bewachten Garderobe, wo Wertsachen und Kleidung sicher verwahrt werden konnten.
Der kleine Rundgang durch den Club startete somit im Kellergeschoss und führte direkt in den daneben gelegenen Raum mit Kickertisch und einigen Sitzgelegenheiten. Über eine Wendeltreppe erreicht man die darüberliegende Bar, die kaum einen Getränkewunsch offen ließ und mit einer kleinen Lounge ebenso Möglichkeiten bot sich zu entspannen. Schon nach kurzer Zeit waren dort auch die ersten bekannten Gesichter mit HallunkenKunst und KatKristall anzutreffen, mit denen die Location weiter erkundet wurde.
Die Musikauswahl im Eingangsbereich waren vor allem auf allgemein bekannte Titel geeicht, repräsentierte jedoch nicht den eigentlichen Hauptraum im Kellergewölbe, mit einer großen Tanzfläche und ausgezeichneter Musik der DJs, die den Gästen eingeheizt haben. Am Rand waren auch hier gemütliche Sessel untergebracht, auf denen unter anderem auch Kitty Klatsch & Jessica SkyHeel anzutreffen waren.
Mit einer Drag-Queen und Showeinlagen zwischen den Sets, wie einer Bondage-Session oder der Möglichkeit professioneller Fotos von sich und der Begleitung machen zu lassen, sollen an dieser Stelle nur einige Highlights des Abends genannt werden.

Wie nicht anders zu erwarten, wurde einem auch optisch durch die verschiedensten Stiele der Gäste einiges geboten. Von Catsuits mit Harness – oder als Latex-Ganzkörper-Batman, Fetisch-Uniformen, Damen die lediglich einen Slip trugen (oder zu späterer Stunde auch diesen nicht mehr) und extravaganten Outfits mit Nieten, Flügeln und Federschmuck, war alles zu sehen.

Direkt im Nebenraum der Tanzfläche befindet sich die zweite Bar mit dem Aufgang in Richtung Erdgeschoss, die zum zentralen Treffpunkt in den Katakomben des KÄTZ wurde. An einer weiteren, etwas kleineren Bar im oberen Bereich, konnte der Hunger mit belegten Brötchen gestillt werden, wobei sich in dieser Etage nochmals ein ganz anderes Bild des Clubs zeigte. Im rechten Winkel angeordnet, spalten sich die Wege zum einen in den Pooldance-Bereich mit verschiedenen Separés, die sich rechts und links von einem zentralen Gang befinden. Im Laufe des Abends wurden diese vor allem als Rückzugsort, für eine Pooldance-Show, aber auch für die Nähe zum eigenen – oder fremden Partnern genutzt.
Auf der anderen Seite der Etage ist das BDSM-Zimmer untergebracht, in dem eine Vielzahl verschiedener Spielmöglichkeiten vorzufinden war. Mal stand ein Grüppchen locker zusammen und plauderten, mal hing- oder saß die (oder der) ein oder andere gefesselt am Kreuz oder war an eines der anderen Möbelstücke gebunden und bekundete dies lautstark.
Der daneben befindliche Ruheraum, in der keinerlei Musik spielte, war vor allem ein Rückzugsort für Paare – oder beliebter Treffpunkt für die eher voyeuristisch veranlagten Gäste, die dort sehr auf ihre Kosten kamen.

Die SensationX Vol.2 bot somit für alle Geschmäcker etwas und ist mit den verwinkelten Gängen und vielen kleinen Szenerien eine willkommene Abwechslung. Egal ob tanzwütige Partygäste, interessierte Besucher die nur zum Sehen und gesehen werden zu Besuch waren – oder eingefleischte Partygänger die das volle Programm auskosten wollten: mit dem Konzept sind die Veranstalter auf dem richtigen Weg und darauf bedacht die Wünsche der Gäste in künftige Veranstaltungen mit einfließen zu lassen.
Mit dem aufgeschlossenen und kreativen Team rund um das KÄTZ und die SensationX, kann das Event zu einer echten Perle in der inoffiziellen Hauptstadt Sachsens werden. Ob dies für von Erfolg gekrönt sein wird, lässt sich nur durch einen Besuch beurteilen und leistet zudem einen echten Beitrag um lokale Events dieser Art zu unterstützen.

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung und halten euch natürlich über weitere Veranstaltungesreihen der SensationX auf dem Laufenden.

SensationXVol2
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